Weplay



DH: Erzählt uns zunächst einmal etwas über Euch. Seit wann gibt es WEPLAY eigentlich?

WEPLAY: weplay, begannen ihre Karriere anno 1995 in Hagen im Ruhrgebiet. Nach ersten Erfolgen, z.B. Teilnahme bei der Endausscheidung des Landesrock- festivals, 1 Platz beim Homerecording- Wettbewerb von Yamaha etc. kam es Anfang 2001 zur Zusammenarbeit mit Malte el Nino.

DH: Welche Musiker gehören zu WEPLAY?

WEPLAY: weplay, das sind Frank (Lyrics/Vocals), Volker (Drums, Samples, Keys) und Can (Keys, Guitar). Wir schreiben die Songs alle zusammen. Manchmal entstehen Sie aus einem einfachen Riff, manchmal ist zuerst ein Text da, um den sich dann ein Song formiert. Die Texte stammen hauptsächlich aus der Feder von Pempi. Die Hooklines der Songs sind meist Eingebungen des Masterminds der Band - Can.

DH: Hat der Name WEPLAY eine bestimmte Bedeutung?

WEPLAY: Der Name weplay soll ausdrücken, dass wir im Grunde genommen verspielt sind. Wir sind für alle Stilrichtungen, moderner, treibender Elektronikmusik offen. Die Ursprünge des Namens sind bislang ungeklärt, nein Spaß bei Seite - in einem benachbarten Proberaum spielte eine ziemlich heftige Hardcoreband und das einzige Wort, das wir verstanden haben war aus dem Refrain "we play, we play, we play". Das wurde dann quasi unser Motto.

DH: Ich würde Eure Musik als Synthie-Pop beschreiben. Stimmt Ihr mir da zu oder seht Ihr das anders? Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?

WEPLAY: Wenn wir eine Platte machen versuchen wir so viele Stile wie möglich zu vereinen. Sonst wäre es zu schnell langweilig, uns wie auch dem Hörer. Wir haben sehr viele ver- schiedene Einflusse, die man dann auch in unseren Songs hört. Zum einen sind da die groovigen Dance-Tracks, teilweise geht es rockig zur Sache und dann haben wir wieder melodisch, experimentelle Stücke. Mal sind wir verträumt, mal aggressiv, mal poppig - weplay sind eben weplay ! Wir lassen uns nicht gerne in eine Schublade einsortieren. Aber wenn es den unbedingt sein muss dann würde wir sagen wir machen Futurepop! Und das nicht will es gerade in ist Futurepop zu machen, sonder weil es zu uns wirklich passt!

DH: Der Song "goodbye" von Eurer aktuellen Promo -e.p. "say what you feel" hat mir besonders gut gefallen. Wovon handelt der Song?

WEPLAY: "goodbye" handelt von einer ge- scheiterten zwischenmenschlichen Beziehung - von dem Abschiedsschmerz und dem Problem, diese besondere Situation nachvollziehen zu können. Wie alle Texte stammt auch dieser aus dem Leben und versucht die persönlichen Eindrücke direkt nach oder während dieser Phase des Lebens nachzu- vollziehen.

DH: Haben die Songtexte der e.p. eine besondere Bedeutung Für Euch?

WEPLAY: Die Songtexte handeln eigentlich alle von aktuellen Themen, bzw. von Themen, die uns zum Zeitpunkt des Schreibens gerade besonders bewegt haben. Es sind keine platten Phrasen, wie man sie so oft in den Charts findet, sondern Texte mit einer indivi- duellen Note, die jeder für sich beim Hören herausfiltern wird.

DH: Wie lange dauerten die Aufnahmen zu der e.p. und mögt Ihr die Arbeit im Studio?

WEPLAY: Die Aufnahmen zu der e.p. "say what you feel" haben ca. 1 Monat gedauert. Die Studiosession empfinden wir nicht als Arbeit. Malte el Nino (Gründungsmitglied und Master- mind der Band LUNASTOY) unser Produzent macht einen echt coolen Job! Im Phobotaxis Studio "Lounge 54" haben wir alle Möglichkeiten die wir brauchen. Malte produzierte die e.p. "say what you feel", er ließ uns Möglich- keiten zum experimentieren was wir sehr wichtig finden. Das Ergebnis spricht, denke ich, für sich. Wir freuen uns schon auf weitere Auf- nahmesessions mit Malte.

DH: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Malte el Nino (Lunastoy)?

WEPLAY: Im April 2001 haben wir Ihm mal ein Demo von uns geschickt. Kurze Zeit später hat er uns dann angerufen. Er war total begeistert von unserem Song "say what you feel", er wollte uns dann unbedingt treffen. Wir haben uns sofort sehr gut verstanden. Seine lange Erfahrung im Musikbiz und sein Gefühl für Mega-Hooks hat uns sehr weiter gebracht ohne Ihn hätten wir die bisherigen Erfolge nie erreicht.

DH: Habt Ihr schon live gespielt und wie hat man sich einen Auftritt von WEPLAY vorzustellen?

WEPLAY: Live konnte man weplay schon des öfteren bewundern. Höhepunkte waren, sicher der Auftritt in Berlin im Knaak Club und der Auftritt im Rahmen des Wettbewerbes des Landesrockfestival. In Hagen und Umgebung konnten wir uns durch zahlreiche Club- und Kneipengigs schon einen Namen in der Szene machen. Während der Auftritte verwenden wir in der Regel Halbplaybacks, zu denen dann live Gitarre, Drums und Gesang performt werden. Um ein besseres Live-Feeling zu bekommen greifen wir auch gerne auf Gast- musiker zurück. Kein Konzert läuft ab wie ein anderes. Gerade die Ansagen zwischen den Liedern von Pempi tragen dazu im Besonderen bei. Es bleibt kein Auge trocken, kein Frosch unpaniert, kein Apfel ungeschält J

DH: Welche weiteren Pläne habt ihr für die Zukunft (neue Releases, Konzerte, etc.)?

WEPLAY: Im Moment verhandeln wir mit verschiedenen Plattenfirmen. Um das ganze nicht noch zu gefährden können wir zur Zeit nichts zu dem Stand der Dinge sagen. Nur soviel: Voraussichtlich wird Anfang 2003 eine offizielle VÖ von uns in den Läden stehen.

Thema Konzerte: Wir spielen sehr gerne live. Leider gibt in Deutschland kaum noch ein Veranstalter einer Newcomerband eine Chance. Wir würden gerne häufiger live spielen. Häufig erreichen uns Fragen von Fans die zukünftige Konzerte betrafen. Wir bemühen uns zur Zeit um einen Auftritt im Rahmen des Ringfestes/Popkomm 2002 leider ist bisher nichts bestätigt. Jeder Veranstalter und jede Agentur kann sich melden! Wir spielen auch gerne als Support von bekannteren Bands.

DH: Ihr habt im Internet eine Webseite. Unter www.weplay.de kann man vieles zu Euch erfahren. Wie schätzt Ihr die Bedeutung des Internets ein?

WEPLAY: ....Wir sehen die Bedeutung und Entwicklung mit sehr gemischten Gefühlen! Einerseits schätzen wir das Internet als Instrument für Promotion, Information und Fanbindung. Im Netz kann man sich elegant und schnell über alles, was es bei uns neues gibt informieren, recherchieren etc. Durch ins Netz gestellte Songs kann man sich auch einen akustischen Eindruck verschaffen und da beginnt unserer Meinung nach schon der Schwachpunkt des Systems. Im Moment schießen wieder Musiktauschbörsen die Pilze aus dem Boden. Da diese Tausch- anbieter leider noch immer unkontrollierbar sind geht den Plattenfirmen sehr viel Geld verloren, sie haben kein Geld mehr Newcomerbands wie z.B. uns finanziell zu unterstützen und aufzubauen. Ein Kreislauf der im Endeffekt keinem Vorteile bringt, auch dem Fan & Konsumenten nicht. Wir leiden nicht unter einer Internet-Paranoia, aber teilweise erschrecken uns die Ent- wicklungen in dem Bereich schon.

12. Eure letzten Worte:

Habt mehr Spaß! Get up and dance. Amen dazu.

Interview:
Andreas Ohle