Theatre Of Loneliness



TRISHNÄ ist der Titel des Debut-Albums der Band THEATRE OF LONELINESS. THEATRE OF LONELINESS bestehen seit 1991 und haben seitdem kontinuierlich ihren eigenen Stil entwickelt, der sich als eine Art Trance-Electro-Wave dem Hörer prä-sentiert. THEATRE OF LONELINESS setzen sich auf ihrem aktuellen Album mit den Themen "Astralreisen" und "Inneren Entwick-lung" auseinander. Dark Heart führte das folgende Interview:

DH: Wie ist es zu THEATRE OF LONELI-NESS eigentlich gekommen? Erzählt doch mal ...

TOL: 1990 habe ich mit Diego Morletto als namenloses Projekt damit begonnen Electropopsongs zu komponieren. Der Name THEATRE OF LONELINESS entstand erst später. Nach etwa einem Jahr kam Aldo Bergamasco in die Band und im April 1991 veröffentlichten wir unser erstes Demo "Behind The Gates". Unmittelbar nach unserem zweiten Tape "Crystal Crysan-themum", welches 1992 erschien, lösten wir die Band allerdings auf, da Diego das Projekt FROZEN AUTUMN startete.

DH: 1996 haben sich bei THEATRE OF LONELINESS erhebliche Veränderungen durch den Weggang der beiden Musiker Aldo Bergamasco und Diego Morletto ergeben. Wie hat der Rest der Band dies verkraftet? War es nicht zunächst schwer sich neu zu motivieren und weiterzuarbeiten?

TOL: Genaugenommen hat THEATRE OF LONELINESS für ungefähr drei Jahre auf Eis gelegen. Allerdings arbeitete Aldo, ich und eine dritte Person während dieser Zeit an einem Projekt names ASTRAL BODY/PHEADRA. 1996 ent- schloß ich mich dann THEATRE OF LONELINESS alleine wiederzubeleben, da ich einen Stil kreieren wollte, der all meine musikalischen und nicht-musikalischen Erfahrungen zusammenfaßt. Im selben Jahr nahm ich das Demo "All Seven Stared Eyes" auf, welches mir auch dabei half jenes Label zu finden, das mich jetzt TRISHNÄ veröffentlichen ließ. Zur Zusammenarbeit mit PAOLA ist es übrigens dadurch gekommen, daß die neuen Songs eine Gitarre und eine weibliche Stimme benötigen und Paola, die ich schon seit längerem kannte und die zudem dieselben humanistischen Ansichten mit mir teilt, die perfekte Beziehung dafür war.

DH: Euer aktuelles Album TRISHNÄ ist eine Mischung vieler elektronischer Elemente aus den Bereichen Trance, Ambient und Electro. Versucht Ihr durch die Fusion dieser Musikstile etwas Neues eigenes zu schaffen?

TOL: Seit vielen Jahren komponiere ich Songs auf der Suche nach einem ganz persönlichen Stil, der die ideale Atmosphäre für all meine Gedanken schafft. Die elektronischen Instrumente helfen mir mit ihrer Vielseitigkeit dabei ungemein. Allerdings höre ich die von Dir genannten Musikstile schon seit Jahren, genau wie New Wave, und deshalb ist es unzweifelhaft möglich, daß sie irgendwie meine Musik beeinflußt haben.

DH: Inwieweit seid Ihr der Ansicht, daß Ihr Euch von anderen Bands in diesem Bereich unterscheidet?

TOL: Ob und wie wir uns von anderen Bands unterscheiden, interessiert mich eigentlich nicht besonders. Meine Songs sind allein deswegen entstanden, um etwas ganz persönliches zu repräsentieren.

DH: Ihr schreibt in der Release-Information zu Eurer CD, daß Ihr Euch auf der CD in lyrischer Art und Weise mit den Themen "Astralreisen" und "Innerer Entwicklung" auseinandersetzt. Welche Erkenntnisse habt Ihr durch die Arbeit an der CD für Euch selbst zu dieser Thematik gewonnen?

TOL: Bei der Arbeit an Trishnä hatte ich die Möglichkeit einige weitere Dinge in Bezug auf die persönliche spirituelle Entwicklung in Verbindung mit der Zeit, in der wir leben zu fokusieren. Erkannt habe ich dabei vor allem die Schwierigkeit sich selbst zu isolieren und die verschiedenen Störfaktoren, die der spirituellen Entwicklung im Wege stehen, zu eliminieren.

DH: Glaubt Ihr an Gott?

TOL: Ja, ich glaube an Gott, da ich mich als Teil von ihm fühle, als Teil des "Ganzen".

DH: Eure Musik ist sehr düster und dunkel. Wenn Ihr einen neuen Song schreibt, wie hat man sich das dann vorzustellen? Müßt Ihr dafür in einer besonderen Stimmung sein?

TOL: Ich finde nicht, daß meine Musik düster und dunkel ist, aber ich denke, es ist notwendig, sie mit geschlossenen Augen zu hören. Wenn ich komponiere, achte ich darauf, daß mich die Musik selbst entspannt und lasse sie sich dem Rhytmus meines Atems folgend entwickeln.

DH: Was denkt Ihr, wie Eure Musik auf den Hörer wirkt? Wie wirkt Eure Musik auf Euch selbst und Euer Publikum bei Live-Auftritten?

TOL: Jede Person reagiert anders auf externe Stimulation. Was mich selbst betrifft, so werde ich, wenn ich einen Song höre oder ihn live spiele, in den gleichen entspannten Zustand versetzt, den ich während des Kom-ponierens hatte. Für mich ist es eine Art Meditation.

DH: Was bedeutet der Name "Trishnä" Eurer CD eigentlich?

TOL: TRISHNÄ stellt jene Kraft da, die "Alles" vorantreibt. Es ist die Kraft, die wir in uns haben und die uns zum absoluten Licht führt.

DH: Sehr gut hat mir auf Eurer CD der Song "Biological Fear" gefallen. Wovon handelt das Lied?

TOL: In "Biological Fear" geht es darum, daß mir die allgegenwärtige Präsenz von Trishnä eine Art Schock versetzt, der mich dazu bringt mein Leben zu analysieren und jenen sinnlosen Teil für Null und nichtig zu erklären, den ich bisher zusammengesammelt habe. Und darum, den planetarischen Evolutionskreis wiederzuentdecken.

DH: Wie seht Ihr die weitere Entwicklung von THEATRE OF LONELINESS? Was sind Eure nächsten Pläne?

TOL: Im Moment arbeiten wir an der Promotion von "Trishnä", das heißt wir bereiten eine Liveshow vor. Außerdem entsteht gerade eine Homepage, auf der unsere Fans und neugiere Menschen mehr Informationen über die Band finden können.

DH: Möchtet Ihr zum Schluß dieses Interviews noch etwas sagen?

TOL: Ich hoffe, da0 unser kleines Werk jemanden dazu ermutigen kann einen neuen Weg in eine glücklichere Existenz zu suchen.