Stoa


Lange Zeit war es ruhg um Stoa, eine der wichtigsten deutschen Bands im Bereich der Neoklassik. Jetzt nach mehr als 13 Jahren Bandgeschichte veröffentlichen Stoa ihre ersten beiden wegweisenden Alben "Porta VIII" und "Urthona" erneut. Dark Heart sprach mit Olaf Parusel dem Mastermind von Stoa über die beiden Releases und neue Projekte der Band.

DH: Can you please tell us a little bit about you and your artistic development? How did sToa start out? Which musicians are involved?

Anfang der 90er Jahre habe ich angefangen, meinen musikalischen Vorstellungen eine Form zu geben. Ich stieß damals auf die Sängerin Conny Levrow und wir produzierten einige Songs. Nach dem ich ein Demo-Tape an Hyperium geschickt hatte, signten wir dort einen Plattenvertrag.

Für die einzelnen CDs und Konzerte arbeiten wir mit verschiedenen Besetzungen. So hatten wir bei einem Konzert im Leipziger Völkerschlachtdenkmal einen klassischen Chor dabei, einige Sachen sang.

DH: Why did you choose the name sToa? Do you want to express something with the name?

Der Name bezeichnet die antike stoische Philosophie. Aus deren Lehren und Anschauungen habe ich sehr viel für mein Leben bezogen. Beispielsweise lassen sich alle Religionen und auch die naturalistische Weltanschauung vereinen, wenn man die Welt pantheistisch sieht - also: ALLES ist Gott. Ersetze den Begriff dabei beliebig mit Natur, Allah, Jahwe ...

DH: "sToa is for me a silence in the silence" What do you think about this description of your music?

Das ist eine schöne Beschreibung! Ruhe ist ein wichtiger Punkt für sToa. Die Musik soll in sich Ruhen und auch der Hörer soll dieses Gefühl teilen. An diesem Ruhepunkt quälen keine Bedürfnisse, Ängste oder Sorgen. Man ist sozusagen eins mit der Musik und damit mit sich selbst und der Welt.

DH: In these days you release the two albums "Urthona" and "Porta VIII" again. Can you tell us something about the releases? Why have you decided to release both records again?

Es wurde höchste Zeit, daß die CDs wieder erhältlich wurden. Bei amazon wurden sie schon für 189,- EUR gehandelt. Außerdem erhielt ich fortwährend Anfragen aus aller Welt, ob denn die CDs noch erhältlich wären. Und schon weil das häufige Antworten mir zu anstrengend wurde, sollten sie wieder offiziell in den Läden stehen.

DH: Nowadays your music sounds more complex. Porta VIII and Urthona sounds very natural. Can you describe the development of your music in own words? What are the reasons for this change in music?

Ich selbst empfinde da gar nicht so einen großen Umbruch. Ich habe immer die Musik gemacht, die ich in diesem Moment gefühlt habe. Das ist das verbindende Element. Und wenn ich "Conclusio" von der Porta VIII mit "Soft Snow" von der Zal vergleiche, ist der erstere Song weitaus komplexer. Er fasst ja die ganze Porta VIII musikalisch und inhaltlich zusammen.

DH: Are you planning to release a new sToa album? What can the listener expect from sToa 2004?

Ja, wir arbeiten intensiv an einem neuen Album. Es ist auch schon recht fortgeschritten, wird jedoch frühestens im nächsten Jahr erscheinen. Außerdem komponiere ich gerade die Musik für eine Geschichtsdokumentation über die Kreuzritter, die Anfang November im MDR läuft. Und vorher gibt es noch ein Konzert im Völkerschlachtdenkmal Leipzig, zusammen mit Love is colder than death am 4. September.

Are you interested in merging your sound with other musical styles? Do you like to experiment with sounds?

Bei den Songs, die für unser nächstes Album gerade am Entstehen sind habe ich versucht, neue Einflüsse aufzunehmen. Generell steht über den sToa-Alben zumeist ein Konzept. Bei der Porta VIII haben wir es im Booklet abgedruckt, bei der Zal war es das Bestreben, eine CD unter Verzicht auf Rhythmusinstrumente zu machen. Ich liebe es, mir solche Schwierigkeiten aufzuerlegen und dann zu sehen, wie ich aus dem Schlamassel wieder heraus komme. Zum Beispiel ist für viele Bands der Rhythmus das tragende Element, an dem man sich die ganze Zeit festhalten kann. Die Songs haben durch einen Rhythmus immer eine gewisse Konstanz. Ohne Rhythmus musst du mit anderen Mitteln versuchen die Musik so zu gestalten, daß sie den Song zusammen hält und er nicht in einzelne Fragmente zerfällt.

DH: Is there anything else you'd like to tell us?

Das Schaffen von Relationen lässt uns unsere Probleme zumeist äußerst nichtig erscheinen.

DH: Thank you very much for this interview and go on having fun and success with sToa.

Interview: Andreas Ohle