ReActivate



DH: Stellt Euch zunächst einmal kurz vor. Wer gehört alles zu ReActivate und wie seid Ihr zur Musik gekommen? Wie entstand die Idee zur Gründung von ReActivate?

Hi, ReActivate sind Frank und Marc. Wir haben uns vor einigen Jahren in der Bochumer Matrix über unsere Freunde kennen gelernt und kurze Zeit später entschlossen, unsere brachliegenden Musikprojekte gemeinsam in einen Topf zu werfen und somit zu ReAktivieren.

DH: Eure Musik ist zweifelsohne dem elektronischen Bereich zuzuordnen? Seht Ihr Euch selber als eine moderne Synthie-Pop Band?

Auf jeden Fall ! Mit ReActivate vereinen wir unsere musikalischen Wurzeln mit modernen Einflüssen. Und die elektronische Musik bietet ein breites Spektrum.

DH: Euer neues Album heißt "Reactivate Your Mind". Wie lange dauerten die Aufnahmen zu der CD und wo fanden sie statt? Gab es zuvor schon Veröffentlichungen von Euch und wie entstand der Kontakt zu Eurem jetzigen Label Epopland?

An unserem Debüt haben wir ca. 4 Jahre gearbeitet. Darin eingeschlossen ist die Zeit, in der wir auch noch herumprobiert haben. Die ältesten Songs auf dem Album sind Stardriver, Dream in Silence und Be my pride. Später stand uns ein erfahrener Produzent zur Seite, welcher seine langjährige Erfahrung in Sachen Produktion hat mit einfließen lassen. Wir haben auf dem 1. EBM Radio Sampler einen Beitrag geleistet sowie auf dem ersten E:O:D Sampler. Der Kontakt zu Epopland bzw. SPR baute sich langsam auf. Wir trafen Lorenz auf einem Festival in Krefeld und drückten ihm einfach eine Demo CD in die Hand um von ihm ein Feedback zu bekommen. Nach dem einige Wochen verstrichen waren und wir schon keine Hoffnung mehr hatten was von ihm zu hören, meldete er sich um uns eine Rückmeldung zu geben. Die Gespräche in Bezug auf einen Plattenvertrag begannen aber erst nach unserem erfolgreichen Beitrag zum "Battle of the Bands".

DH: Auf der CD finden sich zahlreiche sehr schöne melodische Songs. In der heutigen Zeit ist im elektronischen Bereich dies eher selten anzutreffen. Wollt Ihr da bewusst etwas anders machen?

Da wir selber eher auf melodische und tanzbare Musik stehen war es uns schon wichtig dies auch für die eigene Musik um zu setzen. Von daher war es schon eine bewusste Entscheidung, zumal der Trend derzeit ja eher in Richtung hart und monoton geht.

DH: Seht Ihr Euch in Eurer Musik von Trends aus dem elektronischen Bereich wie etwa Futurepop , Techno oder Trance beeinflusst oder geht ihr da einen eher eigenständigen Weg?

Naja, wir denken dass man im Bereich der elektronischen Musik eh nicht mehr genau differenzieren kann, was gerade welchem Stil entspricht. Mittlerweile beeinflusst eine "Szene" die andere, und es entstehen Kooperationen von Trance oder Techno DJ´s mit Bands oder Sängern der so genannten "Indie Szene". Das ist natürlich etwas dem wir uns auch nicht entziehen können und wollen, da wir von trancigen Bands /DJ´s genauso beeinflusst werden, wie von den so genannten Electropop / Futurepop Bands.

DH: Besonders gut gefällt mir das Lied "StarDriver". Wovon handelt der Song?

Stardriver ist eher ein verträumter Song, der davon handelt, mit der Frau / dem Mann seines Herzens einfach mal aus dem Alltag auszubrechen und der hiesigen Welt zu entfliehen.

DH: Gab es bestimmte Songs, die unbedingt auf dieser CD veröffentlicht werden sollten, weil sie eine ganz besondere Aussage haben. Wenn ja, welche und warum?

Letztendlich haben alle Songs eine besondere Aussage, da sie überwiegend auf persönlichen Erfahrungen oder Erlebnissen beruhen. Von daher ist es sehr schwierig einen einzelnen Song besonders hervor zu heben. Hinzu kommt, dass wir beide wahrscheinlich mit unterschiedlichen Songs auch unterschiedliche Emotionen oder Erinnerungen verbinden. Für mich (Marc) ist "Last wishes" rein inhaltlich ein sehr wichtiger persönlicher Text.

DH: Viele eurer Songs handeln von Gefühlen und Zwischenmenschlichem. Denkt Ihr, dass gerade dieser Bereich immer noch den größten Raum für Songtexte bietet?

Dieses Thema bietet nicht nur einen sehr großen Raum für Texte, sondern das ist ja etwas, was uns täglich umgibt und beschäftigt. Für uns sind die Texte auch eine Möglichkeit uns mit bestimmten Sachen noch einmal auseinanderzusetzen und eventuell damit abzuschließen.

DH: Auf der Bonus CD der Limited Edition Eures Albums finden sich weitere Remixe zu Euren Songs. Was haltet ihr generell von Remixen. Denkt Ihr dass die Remixe den einen oder anderen Song in ein anderes Licht rücken und ihm einen anderen Charakter verleihen? Von wem würdet Ihr Euch gerne einmal remixen lassen?

Bei der Entstehung und der Arbeit an einem Song verfällt man in eine gewisse Form von "Betriebsblindheit". Man hat meist eine genaue Vorstellung wie ein Song klingen soll, oder was man an welcher Stelle haben möchte, damit ein Song eine bestimmte Wirkung erzielt. Remixe sind eine Möglichkeit einfach mal andere Ideen oder Anregungen zu bekommen, wie jemand anderes genau diesen Song für sich interpretiert. Somit kann ein und derselbe Song durchaus einen neuen Charakter bekommen, oder in ein anderes Licht gerückt werden. Die Liste von Wunschremixern wäre sicher lang. Aber gerade auch Remixe von nicht so bekannten Acts und Bands haben durchaus ihren Reiz, was wir nicht zuletzt durch die vielen interessanten Zusendungen bei unserem Remixwettbewerb festgestellt haben.

DH: Wie wichtig war euch bei der Produktion des Albums der sogenannte "Blick auf die Tanzfläche". Habt Ihr ganz bewusst clubkompatible Musik machen wollen?

Wir haben natürlich schon auch darauf geachtet das die Songs aus unserer Sicht auch tanzbar sind und eine gewisse Clubkompatibilität erreicht wird. Denn für eine Band ist es ja, neben den Reaktionen bei einem Live Gig, eine weitere Form von Feedback auf die eigene Musik.

DH: Was denkt Ihr welche Musik ReActivate in - sagen wir einmal - zehn Jahren machen werden?

Sollten wir in der heute doch so schnelllebigen Zeit soweit im Voraus planen? Also was wir definitiv nicht machen werden ist Hard Rock ;-) Wir lassen einfach mal alles auf uns zu kommen und schauen wie die Musik sich weiter entwickelt und versuchen uns ebenfalls weiter zu entwickeln.

DH: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen euch alles Gute und weiterhin viel Erfolg! Euch gehört das Schlusswort:

Wir haben zu danken für das Interview und das damit verbundene Interesse an uns und unserer Musik. Als Schlusswort bleibt uns eigentlich nur zu sagen, den Leuten die unsere Musik mögen, viel Spaß beim Hören zu wünschen und uns für die Unterstützung zu bedanken.

Gruß Frank und Marc / ReActivate

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Interview: Andreas Ohle