Presence Of Mind



DH: Stellt Euch zunächst einmal selbst kurz vor. Wie seid Ihr eigentlich zur Musik gekommen? Seit Wann existiert Presence Of Mind und wie kam es zur Gründung der Band?

Wir sind Presence of Mind aus Diepholz, nahe bei Osnabrück. Wir haben uns 2001 gegründet, waren aber schon lange vorher befreundetn und sind in die gleiche Schule gegangen. Die Gründung der Band ist eher unspektakulär. Wir alle waren/sind leidenschaftliche Musikerinnen und waren dann 2001 bereit Presence of Mind zu gründen.

DH: Eure Musik ist “wenn man sich nun doch einmal der üblichen Schubladen bedient“ dem Bereich Alternativrock zuzuordnen. Stimmt Ihr mir da zu? Wie habt Ihr zu eurem Sound gefunden?

Nunja Alternative ist ein sehr fassettenreiches Genre. Ich denke, dass unsere Musik sehr fassettenreich ist, weil wir alle einen sehr weit gefächerten Musikgeschmack haben. Ich glaube, dass grade das eine Besonderheit in unserer Musik ist.

DH: Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Ihr aus Deutschland kommt, hätte ich vermutet bei Presence Of Mind handelt es sich um eine amerikanische Band. Wie kommt es, dass Ihr bei manchen Songs so amerikanisch klingt?

Das wurde uns schon öfter an den Kopf geschmissen. Ich weiß nicht ob wir amerikanisch klingen oder nicht. Bewußt gewollt ist das sicher nicht. Vielleicht liegt es daran, dass uns viele amerikanische Bands beeinflusst haben.

DH: Euer Album heisst "Finding Home". Gab es zuvor schon Veröffentlichungen von Euch? Wenn ja, welche? Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Eurem Label STF Records?

Wir haben vor dem Album "finding home" bislang nur Demos aufgenommen. Das Album haben wir in Eigenregie im Frida Park in Hannover aufgenommen. In dem Moment in dem wir uns für ein Label entscheiden mussten haben wir uns für Stf-Records entschieden, weil wir menschlich sehr gut zusammenpassen und wir alle Freiheiten haben die wir brauchen, um kreativ zu bleiben.

DH: Wie lange dauerten die Aufnahmen zu "Finding Home"? Hattet Ihr viel Spass bei den Aufnahmen? Gab es während den Recording-Sessions eine nette Anekdote, die ihr uns erzählen könnt?

Wir sind im August letzten Jahres ins Studio gegangen. Und im März diesen Jahres waren wir dann nochmal da, um die letzten zwei Songs aufzunehmen. Es waren also ca. 3 Wochen Einspielzeit, die wir im Studio verbracht haben. Wir hatten viel Spaß, vor allem weil wir eine sehr freundschaftliche Beziehung zu den Leuten aus dem Frida Park Studios haben.

DH: In manchen Eurer Songs ist auch viel Melancholie spürbar. Seid Ihr melancholische Menschen?

Ich glaube wir sind alle vier sehr nachdenkliche Menschen, ja. Wir sind aber auch genauso oft glückliche Menschen, und vielleicht auch grade weil wir viel reflektieren und nachdenken. Ich finde auch das Melancholie etwas gutes sein kann, wenn man sie in Musik oder durch andere Art und Weise zum Ausdruck bringen kann.

DH: Wovon handeln eure Texte? Wie gelangt Ihr zu den Ideen für Eure Songs? Gibt es bestimmte Erlebnisse oder Ereignisse, die Euch beim Schreiben des Albums Finding Home besonders beeinflusst haben?

In unseren Texten befassen wir uns mit sehr persönlichen Dingen. Es gibt sogesehen keine Ideen für einen Songtext. Es ist das Gefühl, was man genau in dem Moment versucht in Worte zu fassen. Ich denke, dass grade das Persönliche in den Texten eine Beziehung zwischen uns und den Zuhörern schafft. In der Zeit als das Album entstanden ist waren wir persönlich und auch bandtechnisch in einer Zeit der Veränderungen. Das hat das Album sehr beeinflusst und wir haben es deshalb auch "finding home" genannt.

DH: Gibt es bei Presence Of Mind auch Raum für politische Aussagen? Der Song Bushfire wirkt für mich wie eine musikalische Antwort auf die Ereignisse nach dem 11.September? Sehe ich das richtig?

Wir distanzieren uns etwas von politischen Äußerungen, weil wir uns nicht als politische Band sehen. Du hast Recht, Bushfire ist eine Reaktion auf die Ereignisse nach dem 11. September, beschäftigt sich aber mit der Situation sich gelähnt zu fühlen, also mit dem Einzelnen der mit den politischen Ereignissen überfordert ist.

DH: Wenn Ihr etwas in der Welt verändern könntet, was würdet Ihr tun?

Die Menschen.

DH: Tretet Ihr auch live auf oder plant Ihr demnächst Konzerte? Freut Ihr Euch darauf die Musik des Albums live vor grösserem Publikum zu spielen?

Natürlich. Auf Tour zu sein ist der Mittelpunkt der Band. Wir waren diesen Sommer auf Tour und sind ab jetzt jedes Wochenende unterwegs. Wer wissen will, wann und wo das ganze stattfindet muss unter www.presenceofmind.de nachschauen. Ich glaube live ist das was wir auf dem Album geleistet haben, noch einen Ticken besser ;) ...

DH: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Euch gehört das Schlusswort:

Vielen Dank an euch.

Interview: Andreas Ohle