La Mamoynia



La Mamoynia am 22.10.05: Das Interview habe ich während des Festivals geführt. Es war sehr lustig, weil wir ein Durcheinander der Sprachen hatten wir es aber zum Glück in Englisch aufgeschrieben haben. Die gesamte Band hatte mir zu diversen Fragen etwas zu sagen, was ich richtig gut fand, weil es üblicherweise immer nur einer oder zwei sind, die das tun. Weiterhin waren sie sehr positiv überrascht, dass an diesem Abend so viele Leute anwesend waren und auch als sie spielten zuhörten. Ich kann es jedem, der auf ausgefallene Musik, mit Minimal Elektro und Elektro Wave Einflüssen steht, sich die neue CD “Mono Ego“ an zu hören. Mehr Infos findet ihr auch auf der Homepage: www.lamamoynia.com

Claudia: „Ich bin niemand“ - warum einen deutschen Titel?

LaMa: „Wir verwendeten einen deutschen Titel für den Song, als kleinen Tribut an Deutschland. Immer wenn wir hier auftreten, im Allgemeinen und im Speziellen auf diesem Festival, wurde unsere Musik sehr geschätzt und auch interessiert wahrgenommen. „Ich bin niemand“- ist ein Song über einsame Gefühle.

C: Wer schreibt Eure Texte?

LaMa: Unsere Texte sind meistens autobiographisch. Und manchmal, denken wir, beschreiben sie viele der Gefühle, einen Teil der Seele, der Leute, die sie hören. Alle Texte werden von Dimitri, unserem Sänger, geschrieben. Manchmal in Englisch, manchmal in Griechisch, das hängt vom Song ab. So wie wir sie zuerst geschrieben haben kommen sie dann auch ins Booklet, ist irgendwie authentischer, wie wir finden. Wir denken griechische Klänge sind manchmal besser als englische, sie haben mehr Atmosphäre.

C: Wart ihr schon immer befreundet oder kennt ihr euch erst seitdem es die Band gibt?

LaMa: Ja, natürlich waren wir schon befreundet, bevor wir die Band gründeten. Alle unsere Kompositionen sind durch uns alle entstanden.

C: Warum habt ihr die neue CD „Mono Ego“ genannt?

LaMa: Wir wollten ein Album über Einsamkeit und alles was damit zu tun hat machen. Weil es heute einsam um die Menschen ist. Millionen Menschen scheinen uns nah zu sein, jeden Tag, aber im Endeffekt sind wir doch allein. Wenn du die Bilder in unserer Cd betrachtest und einige Texte liest („ Ich bin niemand“ oder „I stand alone“), dann wirst du das Gesamtkonzept verstehen. „Mono Ego“- „Nur Ich“ oder „Nur mein Ich“

C: Euer Label ist nicht sehr bekannt?

LaMa: „Die Kraft durch die Form“ ist ein ultra- underground Label.Es lässt uns die komplette Freiheit, was den Ausdruck und die Art der Musik betrifft. Aber es ist somit auch kein großer Vertrieb möglich, was wir natürlich schade finden. Darum sind wir auch mit einigen Vertrieben in Kontakt. In Deutschland ist das z.B. „Das Drehmoment“ in Berlin und in Italien ist es „Rose Selvaggia“. Unser Label sind wir selbst. Wir haben uns dafür entschieden uns selbst zu produzieren, um unsere Freiheit in dem zu haben, was wir tun möchten. Wenn ein Label an unserer Arbeit interessiert ist, möchten wir das gerne gemeinsam betrachten, dafür sind wir immer offen, aber es ist uns sehr wichtig, selbst entscheiden zu können was wir spielen, ohne es gesagt zu bekommen… Es ist einige Zeit her, dass uns unser Schlagzeuger verlassen hat, in einer für uns schwierigen Zeit. Darum mussten wir einige Konzerte, z.B. in Turin und Rom absagen. Nun versuchen wir herauszufinden, welches der bessere Weg ist, den wir gehen können.

C: Mit wem möchtet ihr gerne auf Tour gehen?

LaMa: Wir haben keine Probleme damit, auf Festivals, wie diesem hier oder im Allgemeinen aufzutreten. Am liebsten möchten wir aber mit Bands spielen, die die gleiche Art Musik oder etwas Ähnliches wie Minimal Elektro oder Elektro Wave spielen.

C: Habt ihr auch normale Jobs?

LaMa: Wir sind zur Zeit keine professionelle Band, manchmal auftreten ist eben nicht genug. Es wäre schön, wenn wir von unserer Musik leben könnten. Wir arbeiten in normalen Jobs, um dennoch unserer Leidenschaft viel Zeit widmen zu können.

C: Eure Musik ist sehr verschieden, warum wechselt ihr oft den Stil?

LaMa: Wir haben viele verschiedene Einflüsse, jeder von ihnen spiegelt sich vermutlich in einem der Songs wieder, außerdem versuchen wir sehr gerne andere Stile, probieren verschiedene Möglichkeiten aus. Wir wollen nicht immer ein und dieselbe Musik machen.

C: Was sind Eure Wünsche für die nächste Zeit?

LaMa: Wir möchten nächstes Jahr viel mehr spielen, auch in Deutschland, um unsere Musik mehr Leuten zu Gehör zu bringen.

PS: Während die Band on Stage war, saß ich zufällig am Merchandise Stand und habe ein paar CD´s verkauft, was mich gar nicht überraschte. Denn die Musik war für mich auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung zum üblichen Einheitsbrei, wenn man das so sagen darf. Hiermit möchte ich mich nochmals bei der Band bedanken und bei den Veranstaltern (www.Apocalyptic-Factory.de). Es war wirklich an der Zeit, dass sich in Mannheim mal was Neues bietet, in „Sachen Schwarz!“ Mehr Infos zur nächsten Veranstaltung im November könnt ihr auf der Homepage nachlesen.

Interview: Claudia Wagner (für Dark Heart)