Graphik Magazin



Die Band Graphik Magazin gibt es seit 1999. Nach einigen Demos ist nun ihre erste CD Nachtprogramm veröffentlicht worden. Dark Heart befragte Peter Lemke von Graphik Magazin.

DH:Seit wann gibt es Graphik Magazin? Könnt Ihr Euch noch an die Anfänge erinnern?

Seit August 1998, davor war ich Sänger und Texter der Wave-Pop-Formation "Dis Integration".

DH:Welche Veröffentlichungen gibt es bisher von Graphik Magazin?

Die Maxi "Tape-Recording" wurde im August 2001 veröffentlicht, das Album "Nachtprogramm" folgte im Juli 2002 (beide auf Firecracker-Records).

DH:Eure Musik wirkt auf mich wie eine Mischung aus frühen Elektronikbands. Wie würdet Ihr Eure Musik selber beschreiben? Habt Ihr musikalische Vorbilder, die Euch besonders beeinflusst haben?

Ich persönlich würde sie als eine Mixtur aus Minimalelektro und New Wave bezeichnen. Vorbilder habe ich 'ne ganze Menge z. B.: depeche mode, suicide, grauzone, cabaret voltaire die belgische EBM-Szene in den Achtzigern als auch die ganzen englischen Punk-Bands.

DH:Das aktuelle Album Nachtprogramm ist sehr minimalistisch gehalten. Ist dieser Stil beabsichtigt und welche Vorteile seht ihr darin Musik so minimalistisch zu gestalten?

Der Stil hat sich so ergeben. Allerdings muß ich sagen, daß weniger mehr ist. Der Vorteil ist der Bezug aufs Wesentliche.

DH:Wie lange dauerten die Aufnahmen zu der CD Nachtprogramm? Gibt es eine besondere Anekdote zu Entstehung des Albums?

Die Studiozeit ging von Februar 2002 bis Juni 2002 in den Lea-Producement-Studios Bad Salzungen (übrigens sehr zu empfehlen). Allerdings haben wir auch schon eingespielte Spuren aus den Jahren 1999 bis 2001 verwendet.

DH:Der Song "Sie sind hier" gefällt mir auf der CD sehr gut. Wovon handelt dieses Lied?

Vom Leben in unserer Konsumgesellschaft, in der viele Menschen ihr Heil suchen und dabei aufgehört haben zu träumen.

DH:Eure CD-Cover sind immer sehr anspruchsvoll gestaltet. Auch das neue Cover gefällt mir sehr gut und zeigt in grau-schwarz-weiss gehaltenen Farben eine moderne Stadthochhaussiedlung. Inwieweit seht Ihr Cover als Ausdrucksform für Eure Musik?

Erstmal muß das Cover zur Musik passen. Zweitens soll das Cover zusätzlich zur Musik eine bestimmte Atmosphäre vermitteln.

DH:Wie wichtig ist euch generell der künst- lerische Ausdruck, der Euch durch die Musik ermöglicht wird?

Ich versuche durch Musik und Texte meine Träume, Hoffnungen, Gedanken auszudrücken und den Leuten vielleicht irgendwas zu geben.

DH:Tretet Ihr auch live auf und wenn ja, wie sieht ein Auftritt aus?

Natürlich gibt es graphik magazin auch live zu erleben, so z.B.: am 16.11. im Pressenwerk Bad Salzungen im Vorprogramm von Welle:Erdball und am 23. 11. im k17 in Berlin. Da ich ja eine "1-Mann-Band" bin kommt die Musik halt vom MD-Recorder und ich singe. Hört sich jetzt ein wenig langweilig an, ist es aber nicht.

DH:Welche weiteren Pläne gibt es in naher Zukunft von Graphik Magazin? Sind weitere CDs geplant, eventuell eine Tour?

Desweiteren sind noch ein paar Konzerte im Herbst geplant (schaut einfach mal auf meiner Homepage nach), im Frühjahr ist eine Skandinavien-Tour in Vorbereitung und ich arbeite bisweilen schon an neuen Songs für mein zweites Album (dauert aber noch ein wenig).

DH:Ihr habt eine Webseite im Internet. Unter www.graphik-magazin.de erfährt man vieles über Euch. Wie schätzt Ihr die Bedeutung des Internets in der heutigen Zeit ein?

Das Internet ist für bestimmte Dinge eine schöne Sache und die Bedeutung dieser Plattform wird in den nächsten Jahren sehr stark zunehmen. Allerdings sollten die Leute die persönliche Kommunikation dabei nicht vergessen.

DH:So, vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen Euch noch viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft. Das Schlusswort ist Euch:

Danke für Euer Interesse an graphik magazin! Viel Spaß mit Eurem Magazin! Es wird immer weitergehen, Musik als Träger von Ideen und Fascism sucks!

für Graphik Magazin: Peter Lemke
Interview: Andreas Ohle