Cradle Of Spoil




DH: Seit wann gibt es Cradle Of Spoil eigentlich? Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, wie alles begann? Wie kam es damals zur Gründung von Cradle Of Spoil?

Achim: Die Geschichte von Cradle of Spoil begann bereits 1986. Damals wollten Djorde und ich einfach nur für uns Musik machen ohne irgendeine Kommerzielle Richtung einschlagen zu wollen. Dies änderte sich jedoch 1990 zur Produktion unserer ersten Vinyl Single.

DH: Seit damals ist viel Zeit vergangen. Nun ist mit \"... und der Tanz beginnt von vorn\" gerade Euer neues Album erschienen. Ist es eine Art Comeback Album für Euch?

Achim: Nein eigentlich nicht weil wir uns nie wirklich aus der Szene verabschiedet haben auch wenn es nach außen ruhig um uns wurde. Um uns weiter zu entwickeln begann die Suche nach einem neuen Sänger. Wir sind sehr stolz in Daniel unseren neuen Frontmann gefunden zu haben. Er verkörpert all das was wir an Emotionen transportieren möchten. Und seine Stimme ist sehr wandelbar. Das macht es uns natürlich sehr leicht verschiedene Stimmungen in die Songs einfließen zu lassen.

DH: Hat sich im Vergleich zu früheren Produktionen von Euch etwas bei diesem Album geändert?

Achim: Wir haben durch die neue Konstellation bei Cradle of Spoil alle endlich unsere Mitte gefunden. Die Songs sind emotionaler als die Stücke zuvor.

DH: Wie lange dauerten die Aufnahmen zu der neuen CD und wo fanden sie statt?

Djorde: Da zu beginn der Produktion noch nicht fest stand ob wir wieder mit einem Label arbeiten, haben wir uns sehr viel Zeit gelassen. Die Aufnahmen entstanden alle in unserem Studio in Gießen.

DH: Der Sound des neuen Albums erinnert stark an Eure eigenen musikalischen Anfänge - wolltet Ihr Euch ganz bewusst auf Eure eigenen musikalischen Wurzeln zurückbesinnen?

Djorde: Ja das hast Du richtig erkannt. Wir haben den Fokus zwar schon wieder auf unsere Musikalischen Wurzeln gelegt wollen diese aber ein klein wenig an den Sound von heute anpassen. Aber Cradle of Spoil soll auch als Cradle of Spoil erkannt und gehört werden.

DFH: Ihr habt seinerzeit mit \"1000 Jahre\" einen großen Clubhit gehabt, inwieweit ist das neue Album auch für die Tanzfläche konzipiert?

Achim: Ja generell würde ich schon sagen dass es für die Tanzfläche geeignet ist. Dies ist aber eine Ansichtsache und vor allem eine Frage des jeweiligen Befindens. Einige hören es lieber bei Kerzenschein und Rotwein und andere im Club auf dem Dancefloor.

DH: Was denkt Ihr darüber, wenn Ihr Eure Musik in einem Club hört. Ist so etwas schon öfter vorgekommen?

Daniel: Das finden wir natürlich super. Seit ich Mitte der Neunziger auf Cradle of Spoil aufmerksam wurde begleitete mich diese Musik stetig. In Clubs wurde es rauf und runter gespielt was mir natürlich als Fan der ersten Stunde sehr gefallen hat. Ich habe es auf dem Weg zur Arbeit gehört. Im Auto. Absolut überall. Na ja und jetzt bin ich der Frontmann. Ist das nicht toll? ( lacht )

DH: Ihr seid nun schon so lange musikalisch aktiv. Wie bewertet Ihr die Entwicklung der Musikszene - insbesondere der Electro/Industrial Szene der letzten Jahre und was glaubt Ihr in welche Richtung es musikalisch weitergehen wird?

Daniel: Die Szene hat sehr viele große Acts hervorgebracht eine Entwicklung die ich sehr schön finde. Ich hoffe es hört nie auf. Wenn ich allerdings die ganzen Illegalen Downloads sehe glaube ich wird es für viele Bands und Labels sehr schwer werden neue Künstler aufzubauen.



DH: Wovon handeln Eure Texte? Gab es bestimmte Dinge, die Ihr auf diesem Album unbedingt mitteilen wolltet?

Achim: Unsere Lieder sind die Musikalische Ausdrucksweise des Lebens. Sie erzählen Geschichten die jedem von uns passieren.

Daniel: Sie teilen Dir mit so groß der Fall auch ist es sich immer wieder lohnt aufzustehen. Sich seinen Leiden hinzu nicht aber zu ergeben.

DH: Besonders gut gefällt mir auf Eurem neuen Album der Titel \"Doch Tränen wirst Du niemals sehen\" - wovon handelt das Lied?

Daniel: Das freut mich sehr. Es geht darum das uns allen irgendwann klar wird dass Dich Freunde, Beziehungen immer nur ein Stück deines Lebensweges begleiten um dann wieder aus diesem zu verschwinden obwohl man sich das anders wünscht. Und jedes Mal wenn so etwas geschieht stirbt ein Teil von Dir und musst aber immer wieder aufstehen.

DH: Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit Batleth Records? War es für Euch schwer ein neues Label zu finden?

Achim: Die Jungs von Batleth Records fanden unsere Musik schon immer gut, für uns ist es das Label welches am besten zu uns passt.

DH: Ist zu dem neuen Album auch eine Tour in Planung und tretet Ihr demnächst wieder live auf?

Achim: Ja auf jedenfall. Wir sind gerade in der Planung mit diversen Veranstaltern.

DH: Wie wichtig ist für Euch in der heutigen Zeit das Internet? Seid Ihr im Internet mit Euren Songs auch online? Wenn ja, wo kann man Euch finden?

Djorde: Das Internet ist sehr wichtig. Heutzutage findest Du einfach alles in diesem grossen Netzwerk. Wir sind auf allen großen etablierten Downloadportalen wie Itunes, Napster, Amazon usw zu finden.

DH: Vielen Dank für die Beanwortung unserer Fragen. Euch gehört das Schlußwort:

Wir danken all unseren Fans und Hörern und wünschen euch tolle Momente mit unserer Musik.

Interview: Andreas Ohle