Amphi Festival 2015





Das Amphi Festival fand dieses Jahr erstmals in der Kölner Lanxess Arena statt. Ein traditionsreicher Ort für Open Air Veranstaltungen jeder Art. Alle Fotos dazu in unserer Fotogalerie auf Facebook.

Vom 25.- 26. Juli 2015 fand das 10.Amphi Festival erstmals in der Kölner Lanxess Arena statt. Der ehemalige Veranstaltungsort Tanzbrunnen stand in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Mit der Lanxess Arena hatte man einen mehr als würdigen Ersatz gefunden.

Leider empfing das Kölner Wetter seine durchweg schwarz gekleideten Gäste am ersten Tag des Festivals zunächst unfreundlich. Es regnete, es stürmte und so kam es wie es kommen musste, der Aussenbereich wurde aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Auf beiden Outdoorstages fanden keine Konzerte statt, sehr zum Unmut der Festivalbesucher, die teilweise von weit her gereist kamen.



So verbrachte man den Tag in der Lanxess Arena, lief dort immer wieder im Kreis, blieb an den Essensständen stehen, setzte sich auf die Treppen am Geländer und wartete auf das nächste Konzert. Durch den fehlenden Aussenbereich war es natürlich sehr voll in Arena. Hatte man endlich einen Sitzplatz drinnen ergattert, blieb man einfach dort, denn wo sollte man sonst hingehen?

Musikalisch gaben die Bands des ersten Tages ihr Bestes. Man merkte den Gruppen an, dass sie großen Spass daran hatten, einmal in solch einer großen Halle zu spielen. Besondere Highlights des ersten Tages waren die Auftritte von "The Crüxshadows", "Goethes Erben", "Front 242" und "And One". Vorallem Goethes Erben waren beeindruckend und führten mit grossem Ensemble Ausschnitte aus ihrem musikalischen Theaterstück "Menschenstille" auf. Oswald Henke ist ein überragender Interpret und Darsteller und konnte bei seinem Auftritt zeigen was in ihm steckt. Eines wurde klar, Goethes Erben brauchen eine große Bühne und die Lanxess Arena war einfach perfekt für sie.

Die Festivalleitung versuchte ihr möglichstes und einige Konzerte konnten erfolgreich in der Lanxess Arena selber und auch am nächsten Tag noch absolviert werden. Sonntags war das Wetter dann endlich freundlich und sie Sonne kam zum Vorschein. Green Stage und Orbit Stage waren endlich offen und man kam auch in den Genuss der brandneuen Chill-Out Zone nahe der Green Stage, die wohl ein Ersatz für die allseits beliebte Strandbar am Tanzbrunnen sein sollte.



Highlights in der Arena Stage waren an diesem Tag SPOCK, Das Ich, Combichrist, Oomph!, The Mission und VNV Nation. Die Green Stage hingegen konnte mit Qntal, Zeraphine, Welle:Erdball, Samsas Traum und Diary Of Dreams aufwarten. Selbst die kleine Orbit Stage hatte mit Henric De La Cour und Rome echt tolle Konzerte zu bieten.

Das Ich spielten erstmals wieder live in der Originalbesetzung mit Stefan Ackermann, der lange Zeit aufgrund von Krankheit pausiert hatte. Gesanglich wurden die Band von der Sängerin Schneewittchen unterstützt. Bei Combichrist war dann die Lanxess Arena erstmals richtig gut gefüllt. Die Band präsentierte ihr neues Album und die Fans waren ausser Rand und Band. Selten hat man so viele Menschen gleichzeitig bei einem Konzert tanzen sehen. Combichrist haben definitiv die Arena gerockt! Den Abschluss bildete VNV Nation mit einem überragenden Konzert, das keiner weiteren Worte bedarf. Einfach unglaublich schön.

Am zweiten Tag hatten man endlich Gelegenheit alte Freunde zu treffen und wiederzusehen, was tags zuvor in der unübersichtlichen Arena einfach nicht möglich war. Bei Sonnenschein und guter Musik auf der Green Stage stieg langsam der Stimmungspegel und erreichte echte Festivalqualitäten. Die meisten Shops und Stände waren diesmal zusammengefasst in einer Art Markthalle, die direkt neben der Green Stage sich befand. Hier konnte man nach Herzenslust shoppen. So gab es für jeden etwas.



Dennoch hörten man von vielen Seiten wehmütig, dass es am Tanzbrunnen schöner gewesen wäre, vor allem der direkte Zugang zum Rheinufer, die Strandbar und das Staatenhaus wurden vermisst. Andereseits gab es auch Stimmen, die die Qualitäten des Lanxess Arena und das große Platzangebot an Sitzplätzen zu schätzen wussten.

Amphi wir sehen uns nächstes Jahr wieder!