ADVERSUS



Die Band Adversus existiert seit 2 Jahren. Nun hat vor kurzem ihr erster Longplayer "Winter so unsagbar Winter" das Licht der Welt erblickt. Grund genug Adversus zu dem Debut und anderen interessanten Themen zu befragen. Wir sprachen mit Rosendorn von Adversus. Lest selbst:

DH:Seit wann gibt es Adversus und wie ist es zu der Entstehung der Band gekommen.

Rosendorn:Adversus existiert offiziell seid dem Erscheinen unseres Demos "Ein erster Funke", daß ist nun schon über zwei Jahre her. Die Entstehungsgeschichte ist schnell erzählt: Ich liebe dramatische Musik, wollte die Indeen in meinem Kopf umsetzen und suchte hierfür die passende Sängerin. Nach mehreren Fehlschlägen diesbezüglich traf ich dann Sussane, dies war die Initialzündung.

DH:Eure Musik verbindet viele Musik- stile (Mittelalter, Gothic, Metal) miteinander.

Rosendorn:Ja, das stimmt.

DH:Seht Ihr Euch von diesen Musikstilen beeinflusst und gibt es Bands, die einen grossen Einfluss auf Euch hatten?

Rosendorn:Natürlich sehen wir uns von diesen Stilen beeinflußt, sonst kämen sie ja nicht in unseren Stücken vor. :o) Wenn eine Band behauptet, sie habe keine musikalischen Vorbilder, keine Einflüsse, dann lügt sie und natürlich habe auch ich meine Heroen. Diese sind Barrock-Komponisten wie Johan Sebastian Bach oder Henry Purcell, aber auch klassiche Metalbands wie Iron Maiden und Rhapsodie, von denen auch eine Gothicband gutes Songwriting lernen kann. Und natürlich haben mich auch Bands der "neuen deutschen Todeskunst" sowie der atmosphärische Blackmetal geprägt.

DH:Wo liegen Eure musikalischen Wurzeln?

Rosendorn:Im Endeffekt in allen usneren Stileinflüssen. Ich fühle mich keinem Genre zugehörig, ich höre genausoviel Klassik und Mittelalter (Echte Mittelaltermusik, keinen neudeutschen Krautrock mit Dudelsäcken), wie ich extremen Metal oder Darkwave mag. Was ich suche, ist eher das verbindende, dramatische und theatralische Element all dieser verschiedenen Stile.

DH:Ist es für Euch wichtig etwas eigenes Besonderes mit Eurer Musik zu erschaffen?

Rosendorn:Welcher ernstzunehmende Musiker würde diese Frage mit einem Nein beantworten?

DH:Es gibt den Ausdruck Schwarzromantik, der im Zusammenhang mit Euch öfters erwähnt wird. Sehr Ihr Euch selber als Schwarzromantiker und wie definiert Ihr diesen Begriff für Euch? Ist es ein Musikstil oder eine Lebenssichtweise?

Rosendorn:Ein schwieriger Punkt. Die Romantik als literarische und musikalische Epoche ist für mich ja durchaus nicht frei von Vorbehalten. Ich erinnerere daran, daß viele große Romantiker des 19. Jahrhunderts leider auch Monarchisten und anchmal auch verblendete Kriegstreiber waren. Mit dieser konservativen Gefühlsduselei möchten wir nicht verglichen werden.

Rosendorn:Die Neoromantik des beginnenden 20. Jahrhunderts jedoch, eine Art emotional motivierter Historismus, ist aber durchaus etwas, womit ich mich indendifizieren kann, da es hier um die urprünglichen Gefühle ohne den politischen konservativen Beigeschmack geht.

Schwarzromantik ist für mich ein tiefer Ausdruck von leidenschaftlichen Emotionen, schwärmerischen Gedankenspielen, aber immer vor dem Hintergrund usnerer eigenen Sterblich- und Vergänglichkeit. Somit darf man hier durchaus von einem lebensgefühl sprechen.

DH:Wo fanden die Aufnahmen zu dem Album "Winter so unsagbar Winter" statt. Wie lange dauerten die Aufnahmen?

Rosendorn:Die Frage ist schnell beantwortet: Im Sonnic-X Studio in Frankfurt über 2 Jahre.

DH:Wie gestaltete sich die Arbeit mit den Gastmusikern? Konntet Ihr interessante Erfahrungen sammeln?

Rosendorn:Auf jeden Fall. Die meißten unserer Gastmusiker sind Vollprofis und obwohl ich selbst alle Songs komponiert udn arrangiert habe, konnte ich von ihnen vieles lernen.

DH:Benötigt ihr zum Songschreiben eine besondere Atmosphäre oder Grundstimmung? Wie entsteht ein Song bei Euch?

Rosendorn:Adversus-Stücke schreibe ich grundsätzlich alleine, wenn ich ganz für mich bin. Die Ideen zu einzelnen Melodiebögen und Arrangements kommen mir zu den unmöglichsten Zeitpunkten, z.B. beim Autofahren, beim Zeichnen oder beim Fechten. Oft ost auch ein bestimmtes Bild oder ein Satz die Initialzündung für einen neuen Songs. Dann ziehe ich mich alleine ins Studio an die Keyboards zurrück und kleide meine Idee in Noten. Die anderen Musiker werden erst dann hinzugebeten, wenn das Stück in seinen Grundzügen fertig ist.

DH:Wie wichtig sind Euch die Texte und Lyrik der Songs? Welchen Stellenwert nehmen Sie ein?

Rosendorn:Gegenfrage: Kann man das nicht erkennen, wenn man das Booklet sieht oder der Musik mit offenem Ohr zuhört? Das Adversus eine Band ist, die sehr großen Wert auf sinnvolle und nicht zu einfache Texte legt, ist eine unserer Stärken, glaube ich.

DH:Was wollt Ihr mit den Texte ausdrücken?

Rosendorn:Diese Frage kann ich in diesem Interview leider nicht ad hoc beantworten ohne hoffungslos oberflächlich zu werden, denn jedes Stück ist behandelt ein anderes Thema, daß mir am Herzen liegt. Hier muß ich entschuldigend auf unser Textbook verweisen, auf daß der Leser seinen eigenen Assoziationen folgen möge.

DH:Tretet Ihr auch live auf und wenn ja, wie hat man sich einen Auftritt von Euch vorzustellen?

Rosendorn:Bisher sind wir noch nicht live aufgetreten, aber wir arbeiten fleißig an einem livekonzept. Wie das aussehen wird, kann ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich denke, es wird den Hörern gefallen. :o)

DH:Welche weiteren Pläne habt Ihr mit Adversus in nächster Zeit?

Rosendorn:Zur Zeit arbeiten wir an diversen Remixen und Coverversionen ür andere Bands. Ein erster Remix, "One more day" für die Band Evereve ist bereits in einer limited edition auf deren neuem Album ershcienen. Wir haben den Song dieser Band unnachgiebig durch die Adversus-Mühle gedreht und beinahe komplett neu aufgenommen.

DH:Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg mit Adversus und alles Gute für die Zukunft.

Rosendorn:Ich danke dir.

Email: abgesang@adversus.de
Website: www.adversus.de

Interview: für Adversus: Rosendorn
für Dark Heart: Andreas Ohle